Die Unified Modeling Language (UML) ist eine visuelle Beschreibungssprache zur Spezifikation, Visualisierung, Konstruktion und Dokumentation von Softwaresystemen. Die Spezifikation der UML besteht aus zwei Teilen:
Die UML entstand aus dem Bedürfnis, die objektorientierten Methoden von BOOCH und RUMBEAUGH zu einer gemeinsamen Methode zusammenzuführen. Da aber eine Methode ein Beschreibungsmodell, Techniken (Handlungsanweisungen) und ein Vorgehensmodell umfasst, kam man zu dem Schluss, die Syntax für die Notation in den Mittelpunkt der Standardisierungsbemühungen zu stellen. Auf den Schritt, ein gemeinsames Vorgehensmodell aufzustellen und damit die UML zu einer Methode zu erheben, hat man dabei bewusst verzichtet. Die Einigung auf ein Vorgehen hätte zweifellos einen weitaus größeren Einfluss auf die weltweite
Entwicklung von Software und eine schnelle Einigung wäre deshalb fraglich gewesen.
Um die trotzdem verbleibende Komplexität der Aufgabenstellung zu bewältigen, einigte man sich zunächst auf eine gemeinsame grafische Sprache. Später wurde dieser eine Semantik hinzugefügt und das Ergebnis als Modellierungssprache bezeichnet. JACOBSON steuerte später seine USE CASES bei und machte die UML endgültig zu einem Quasi-Standard.
Beim Entwurf der UML standen die folgenden Ziele im Vordergrund:
Die Unified Modeling Language ist die Standardsprache für die objektorientierte Analyse und den objektorientierten Entwurf. Unsere Typisierung enthält einige der neuen Features der UML, insbesondere innerhalb der Aktivitätsdiagramme.
Ein Beispiel zur Verwendung der UML finden Sie unter diesem Link. Dort wurde mittels der UML das Meta-Modell des Semantischen Objektmodells (SOM) dargestellt.
